Automatisierung und Prozessleittechnik mit Ethernet-APL
Expertentag: Automatisierung und Prozessleittechnik mit Ethernet-APL
Am 21.01.2026 fand in der Aula der BBS Naturwissenschaften ein Expertentag zum Thema „Automatisierung, Prozessleittechnik und moderne Sensorik“ statt. Für die Klassen Ck23a, Ck23b, Ck23c und Ck23s gestalteten die drei externen Referenten Mathias Koch (BASF), Tilo Merlin (ABB) und Andreas Hennecke (Pepperl+Fuchs) ein abwechslungsreiches und hochaktuelles Fachprogramm.
Die Referenten sind unter anderem aktiv in der PROFIBUS Nutzerorganisation (PNO) mit Sitz in Karlsruhe. Die PNO ist eine weltweit tätige Organisation zur Weiterentwicklung und Standardisierung industrieller Kommunikationstechnologien wie PROFIBUS und PROFINET. Sie setzt sich für Interoperabilität, offene Standards und praxisnahe Lösungen in der Automatisierungstechnik ein und verbindet Hersteller, Anwender und Forschungseinrichtungen. Dadurch wird sichergestellt, dass moderne Kommunikationslösungen herstellerübergreifend zuverlässig funktionieren und langfristig zukunftssicher sind.
Im Mittelpunkt des gemeinsamen Vortrags standen die Entwicklung moderner Kommunikationstechnologien in der Prozessindustrie – von klassischen 4–20-mA-Systemen über Feldbuslösungen bis hin zu Ethernet-basierten Strukturen und Industrial IoT. Die Referenten zeigten anschaulich, wie sich Geschwindigkeit, Genauigkeit und Vernetzungsmöglichkeiten in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt haben und welche Rolle innovative Technologien wie Ethernet-APL dabei spielen.
Im Anschluss an den gemeinsamen Einführungsvortrag vertieften die Referenten ihre Inhalte in jeweils 20-minütigen Workshops mit Praxisbeispielen aus der Industrie:
- Station 1: Digitale Kommunikation mit Ethernet-APL, Diagnose, Vorteile vertikale Integration
- Station 2: Prozessleittechnik in der Praxis (Beispiele aus „echten“ Anlagen, Tools für Analyse und Optimierung)
- Station 3: Leittechnik-Kommunikation – Live-Demo von Prozessleitsystemen und Feldbus
Ein besonderer Fokus lag dabei auf der praktischen Umsetzung in industriellen Anlagen: Hochgeschwindigkeitskommunikation bis ins Feldgerät, Zustandsüberwachung von Infrastruktur und Sensorik, vereinfachte Inbetriebnahme sowie eigensichere Lösungen für explosionsgefährdete Bereiche wurden verständlich und praxisnah erläutert. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Standardisierung, Interoperabilität und robuste Systemarchitekturen für einen sicheren und effizienten Anlagenbetrieb sind.
Die Schülerinnen und Schüler erhielten nicht nur einen fundierten Einblick in aktuelle technologische Entwicklungen, sondern auch in konkrete Anwendungsfälle aus der Industrie. Der direkte Austausch mit erfahrenen Experten aus führenden Unternehmen bot wertvolle Impulse für die berufliche Orientierung und verdeutlichte die enge Verbindung zwischen schulischer Ausbildung und industrieller Praxis.
Wir bedanken uns herzlich bei den Referenten für ihr Engagement und den spannenden Einblick in die Zukunft der Automatisierungstechnik.



