Strom bewegt!

Thema: Strom bewegt!

Gerade waren die Aufbauarbeiten zu den sechs Stationen beendet, als die Tür zur Aula sich öffnete und 17 wahnsinnig gespannte Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a der Grundschule Hochfeldschule zusammen mit ihrer Lehrerin, Frau Krämer, den Raum stürmten.
Aufmerksam verfolgten sie die Informationen, die Rene, einer der Biologisch-Technischen Assistenten, über die Berufsbildende Schule Naturwissenschaften, die Ausbildung dort und das Projekt gab.
Kaum jedoch war die kurze Einführung verhallt, bemächtigte sich geschäftige Betriebsamkeit des Raums: Kittel verteilen, Namensschildchen aussuchen und anheften, Gruppe suchen, Station ansteuern. Es war herrlich zu beobachten, welche Wirkung das Tragen eines Laborkittels auf die Kinder hatte, alle wurden augenblicklich größer und fühlten sich, so Lars, „wie kleine Forscher“!

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Während an Station 1 von Nele, Leni und Stefanie lebhaft diskutiert und gemalt wurde, was unter dem Begriff Strom zu verstehen sei, verdeutlichte Station 2, welche Auswirkungen, ein Leben ohne Strom hätte. Hoch her ging es an Station 3, wo Paul, Johannes und Linus damit beschäftigt waren, mittels einer Kartoffel Strom zu erzeugen. „Das macht voll viel Spaß!“ war ebenso zu hören wie fachmännische Kommentare, z.B. „Die Flüssigkeit in der Kartoffel reagiert mit dem Zink- und Kupfernagel.“ „Woran siehst du das denn?“ will Taha wissen. „Na, an dem Zeigerausschlag des Amperemeters, guck“, fachsimpelt Dennis.
Auch an der Station „Wasserkreislauf“ herrscht reges Treiben. Ungeniert wird gefragt, in Frage gestellt und experimentiert, um am Ende, alles vermeintlich richtig auf dem Arbeitsblatt zu notieren und ordentlich einzuheften, bevor die Gruppe neugierig zur nächsten Aufgabe tigert: Eine Sequenz aus der Sendung mit der Maus zeigt den Aufbau einer Leiterschleife. „Ganz schön interessant, wie das Innenleben dieses Geräts aussieht“, findet Lilly.
Was die Kleinen von diesem 1. Projekttag mitgenommen haben, zeigte das für jede Gruppe einzeln aufgebaute Memory.

Genau eine Woche später, also am 24.11.15, standen Punkt 9:00 Uhr 17 aufgeregte Grundschülerinnen und -schüler im Flur der BBS N Lu. Ihre mit Namen versehene Laborkittel lagen schon bereit, eins fix drei waren die Gruppen formiert und los ging es:

Während die Kleinen an Station 7 mächtig in die Pedalen traten, um eine Lampe zum Leuchten zu bringen, beschäftigte sich Station 8 mit den Gefahren, die beim Umgang mit Strom lauern, beispielsweise sollte man tunlichst auf das Drachensteigen in der Nähe von Stromspannungsmasten verzichten, niemals die Haare in der Badewanne föhnen, auf keinen Fall Metallnägel in die Steckdose stecken oder das eingeschaltete Bügeleisen auf dem T-Shirt stehen zu lassen.
Diese Gefahrenquellen waren bildlich dargestellt und konnten von den Grundschülern in das „Stromheft“ eingeklebt werden.
An Station 9 versuchten die BTA-Schüler Embre und Albin, in Wort und Bild, das Innenleben einer Batterie aufzudecken und waren höchst erstaunt, wie viel Vorwissen die Grundschüler bereits mitbrachten: „Also in der Kartoffel war auch eine Flüssigkeit, die mit den Nägeln reagiert hat“, erläuterte Stefanie, „und die Metalle in unserer Kartoffel-Batterie entsprechen dem Graphit und dem da“, verrät Nele, und zeigt auf die gelben Kugeln.
Die Zuordnung, welche Geräte den Strom von einer Batterie erhalten und welche aus der Steckdose, lösten Johannes, Dennis und Leni ohne Probleme, bevor sie an Station 10 unter fachmännischer Anleitung von Kevin und Philip verschiedene Materialien auf Leiter- bzw. Nichtleiterfunktion überprüften.

Als Dennis seine Vermutung nach dem Experiment nicht bestätigt sah, wollte er sie doch glatt wegradieren, strom2was ihm Leni mit den Worten: „Hey, das gilt nicht“ untersagte. Inzwischen war die Gruppe um Paul darum bemüht, die Abbildung des Dynamos richtig zu beschriften. Während sie am 1. Projekttag lediglich in einer Video-Sequenz den Aufbau eines Dynamos gesehen hatten, konnten sie hier selbst die Teile zusammenstecken und die Funktionsweise direkt testen. Wie der Dauermagnet den Kupferdraht anzieht, fanden die Kinder überaus faszinierend. Leider wurde der Lampen-Dynamo so intensiv bewegt, dass bei der letzten Gruppe das Lämpchen den Geist aufgab.

Das Quiz zum Abschluss machte deutlich, dass die Grundschüler enorm viel behalten haben und ihnen die Stationen- Arbeit sehr viel Spaß gemacht hat. Als sie dann noch aus den Händen von Stefan Marz nicht nur Urkunden, sondern auch den Bausatz für eine Kartoffel-Batterie erhielten, waren die Kinder der Klasse 3a völlig aus dem Häuschen.

Frau Krämer, die Grundschullehrerin, lobte das Projekt und hob die pädagogische Leistung der BTA-Klasse hervor.

Ich danke allen, die das Projekt so erfolgreich werden ließen, allen voran Herrn Dr. Marz, der „Naturwissenschaften hautnah erleben“ zum ersten Mal federführend betreut hat.
Bedanken möchte ich mich ebenfalls bei Herrn Dr. Ohlinger, der unermüdlich alles am Laufen hielt, sowie die Biologisch-Technischen Assistenten, die ihr bestes gegeben haben. Ferner danke ich Herrn Mayer von der Stiftung Pfalzmetall, die uns seit 2007 finanziell unterstützt.

Mein besonderer Dank aber gilt den Grundschulkindern, die durch ihr Engagement und ihre Neugier uns zum nächsten Projekt motiviert haben.

CvH

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